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5 Tipps für Tierschutz im Garten - Nachhaltiger Gärtnern

Liebe Leser*innen,

Uns vom ArtYard Team liegt das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Da Nachhaltigkeit und Umweltschutz jeden etwas angeht, möchten wir Ihnen mit der Beitragsreihe „Nachhaltiger Gärtnern“ einfache und hilfreiche Tipps und Informationen geben, wie Sie mit wenig Aufwand das Thema Nachhaltigkeit auch in Ihrem Garten umsetzen können.

Den heutigen Weltumwelttag, der von den Vereinten Nationen und ihren Mitgliedsstaaten ins Leben gerufen wurde, nehmen wir als Anlass um in diese Reihe zu starten.

Aus dem Garten sind Tiere und Insekten nicht wegzudenken. Wir genießen das tägliche Vogelzwitschern genauso wie den Anblick von Bienen, Hummeln oder Schmetterlingen und, wenn sie auf der Suche nach Nektar durch unseren Garten fliegen und sich um unsere Blumen tummeln. Zusätzlich sind sie unerlässlich für ein gesundes Ökosystem.

Deshalb möchten wir Ihnen nachfolgend fünf Tipps geben, wie Sie Ihren Garten für die nützlichen Gartenbewohner umweltfreundlich gestalten können.

Addiert man die Fläche aller privaten Gärten in Deutschland, wird klar, welchen Einfluss jeder Gartenbesitzer auf das Klima und die Umwelt hat. Die geringe Bodenversiegelung des Gartens spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn Sie darüber hinaus auf Gifte verzichten und die Bewirtschaftung naturgerecht angehen, bietet dies vielen Wildpflanzen und heimischen Tieren ein Zuhause und sorgt für die Förderung vom Artenreichtum. Besonders von Vorteil sind auch Ecken, die unbewirtschaftet bleiben, in denen sich in Laub-, Holz- oder Steinhaufen Insekten und kleine Tiere tummeln dürfen und Unterschlupf sowie Nahrung finden. Genügend Wasserflächen im naturnahen Domizil, wilde Blumenwiesen und alte Obstsorten sind ebenfalls ideal für den tierfreundlichen Garten.

Was alles mit nur wenig Aufwand möglich ist, um den Tierschutz in Ihrer grünen Wohlfühloase zu fördern, erfahren Sie in den nachfolgenden Tipps:

 

Tipp #1: Insektenhotels

Beginnen Sie mit dem Tierschutz im Garten, indem Sie ein Insektenhotel aufstellen. Denn die Lebensräume für Insekten werden in dicht besiedelten Gebieten immer geringer. Ein Insektenhotel sorgt dafür, dass Bienen und andere Insekten eine ruhige Behausung finden. Außerdem lockt es viele andere Nützlinge an, die Ihre Pflanzen bestäuben und Schädlinge fressen. Ein fertiges Quartier findet sich in jedem Baumarkt. Mit wenig Aufwand ist ein Insektenhotel auch einfach und schnell selbst gebaut. Am nachhaltigsten ist es, wenn das dafür benötigte Material im Garten oder während einem Spaziergang gesammelt wird. Die Unterschlüpfe bestehen häufig aus Zweigen, Ästen, Schilfrohr, Stroh, Holzstücken, Ziegelsteinen oder Kiefernzapfen. Das Material wird in Schichten übereinander zusammengebunden, sodass sich die zukünftigen Hotelbewohner darin verkriechen können. Ideal ist es, wenn das Insektenhotel über ein Dach verfügt oder alle Materialien gleich in einen Holzkasten eingebaut werden.

Der ideale Standort für die neue Behausung ist ein geschützter, sonniger und warmer Platz. Der Vorteil eines Insektenhotels ist, dass wichtige Insekten, die für die Befruchtung der Pflanzen sorgen, wie beispielsweise Wildbienen und Hummeln, in der Nähe leben und so für einen hohen Ertrag sorgen. Weitere Bewohner wie Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen, leben von Blattläusen und anderen Schädlingen, eliminieren diese und sorgen somit für ein gesundes Gleichgewicht im Garten.

 

Tipp #2: Bienenfreundliche Pflanzen

Wer den Tierschutz im eigenen Zuhause fördern und seinen Garten, Balkon oder seine Terrasse besonders umweltfreundlich und nachhaltig gestalten möchte, kann bestimmte Pflanzen setzen, die von Bienen besonders gemocht werden.

Das Schöne an bienenfreundlichen Pflanzen ist, dass man sie nahezu überall anpflanzen kann, um so etwas zum Tierschutz beizutragen. Bestimmte Pflanzenarten werden indes besonders gerne angeflogen. Diese Pflanzen erkennt man daran, dass sie eine lange Blütezeit und einen sehr hohen Gehalt an Pollen und Nektar haben. Die Blüten sind im Idealfall weit geöffnet und ungefüllt, sodass Pollen und Nektar gut für Bienen erreichbar sind. Als Beispiel: Wer Rosen liebt und Bienen fördern möchte, entscheidet sich am besten für Wildrosen, da bei diesen im Gegensatz zu Zuchtrosen die Blüten weit geöffnet sind. Neben Rosengewächsen eignen sich für Bienen auch Korbblütler, Lippenblütler, Doldenblütler, Raubblattgewächse und Hülsenfrüchtler. Mit bienenfreundlichen Pflanzen ziehen Sie nicht nur Bienen an, sondern auch andere Blütenbestäuber, wie Schmetterlinge, Hummeln, und Käfer. Tipp: Saatensets mit bienenfreundlichen Pflanzen erhalten Sie in jedem Gartengeschäft.

 

Tipp #3: Umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung

Wer Pflanzenschädlinge loswerden möchte, dem stehen umweltfreundliche Alternativen zu Gift und Pestiziden zur Verfügung. Idealerweise macht man es Schädlingen von Anfang an möglichst schwer, an die Pflanzen heranzukommen. Natürliche Barrieren helfen dabei Schädlinge von Pflanzen fernzuhalten. Dafür eignen sich beispielsweise engmaschige Netze, um Kohlweißlinge und Gemüsefliegen fernzuhalten. Vliese unter der Erde sorgen dafür, dass sich Unkraut nicht so leicht ausbreitet. Auf das Beet gelegt halten sie Schädlinge fern. Um Schnecken gar nicht erst an Salate und andere Grünpflanzen kommen zu lassen, helfen spezielle Kunststoffzäune, Strohbarrieren sowie Hochbeete. Eine Barriere können Sie außerdem aus Bechern schaffen, indem Sie diese einfach um die Pflanzen setzen. Eine weitere Möglichkeit für eine umweltfreundliche und nachhaltige Schädlingsbekämpfung ist es, spezielle Pflanzen zu setzen, die die Schädlinge nicht mögen. Pflanzen Sie beispielsweise Farne oder Gräser um Ihr Beet. Stark riechende Kräuter wie Rosmarin und Thymian sowie Weihrauch halten Schnecken fern. Zur Abschreckung von Blattläusen eignen sich Pflanzen wie Salbei, Lavendel und Zwiebel. Um Kartoffelkäfer gar nicht erst an die Kartoffel- und Auberginenpflanzen zu lassen, umzäunt man das Beet am besten mit Meerrettich-Stecklingen.

Nicht zu vergessen sind die vielen Nützlinge, wie Florfliegen, Raubmilben, Ohrwürmer oder Schlupfwespen, die unliebsame Schädlinge fressen. Mit einem Insektenhotel in der Nähe bietet man diesen hilfreichen Lebewesen einen geeigneten Unterschlupf.

 

Tipp #4: Vogelschutzhecken

Eine Hecke im Garten ist eine tolle Möglichkeit um Vögeln einen natürlichen Lebensraum und Rückzugsort zu bieten. Besonders beliebt unter Vögeln sind Gehölze mit vielen Blüten oder Gehölze, die Früchte tragen. Dann haben die Tiere auch gleich eine Nahrungsquelle in ihrem Zuhause. Besonders für Vögel geeignet sind Liguster, Weißdorn, Hundsrose und Berberitze. Dicht gesetzt werden die Unterschlupfmöglichkeiten oft auch als Nistplätze genutzt. Zu den beliebtesten Pflanzen für Vögel gehört aber die Eberesche mit ihren Vogelbeeren gefolgt vom Holunderstrauch, der im frühen Herbst seine Früchte trägt. Beide Beerenarten sind im gekochten Zustand für Menschen nicht mehr giftig, sodass auch Sie etwas von der Vogelschutzhecke haben. Die Felsenbirne ist ebenfalls sehr bekömmlich und trägt bereits im frühen Sommer ihre beerenartigen Früchte. Wenn Ihre Vogelschutzhecke aus verschiedenen Pflanzenarten besteht, können Vögel für einen langen Zeitraum Nahrung im Garten finden. Dazu kommt, dass die Früchte und Blüten mit ihrer Farbvielfalt Ihren Garten verschönern.

 

Tipp #5: Unterschlupfmöglichkeiten

Nicht nur die verschiedensten Vogelarten machen den eigenen Garten besonders naturnah und idyllisch. Auch die kleinen Tiere, die in der Wiese oder unter der Erde leben, fühlen sich sehr wohl, wenn sie sich in Ihrem Garten verstecken können. Wenn Sie genügend Orte im Garten haben, an denen sich Kleintiere zurückziehen können, kommen Sie bestimmt häufiger in den Genuss von Begegnungen mit Igeln oder Maulwürfen. Und auch wenn nicht, die Gewissheit, die Tiere im Garten zu schützen, fühlt sich einfach gut an. Oftmals fehlt es den Tieren in der kalten Jahreszeit an Orten, an denen sie ihren ungestörten Winterschlaf abhalten können, daher können Sie sie mit dem Bereitstellen von Winterquartieren unterstützen. Dabei bedarf es oft nur einen Haufen aus Laub und Reisig oder aus altem Holz. Diese Unterschlupfarten aus Pflanzenteilen bieten zudem den perfekten Schutz gegen Kälte. Für Igel kann man auch kleine Häuser aufstellen, in die Feldsteine und Reisig gelegt werden, damit die Tiere einen dauerhaften Platz haben. Nistmöglichkeiten für Vögel stellen niedriges Buschwerk sowie Reisig- und Laubhaufen dar. Durch die Behausungen sind sie gleichzeitig vor möglichen Feinden, wie Katzen, geschützt.  Als Dank unterstützen Igel und Vögel indem sie Schädlinge in Ihrem Garten fressen und tragen so zur nachhaltigen Schädlingsbekämpfung und zu einem schönen Garten bei.

 

Fazit:

 Jeder Besitzer von Garten, Terrasse oder Balkon besitzt, kann etwas für den Umwelt- und Tierschutz tun. Oftmals bedarf es nur kleinen Verbesserungen, die bereits einen nachhaltigen Effekt auf die Tierwelt in Ihrer Umgebung haben. Die Materialien dafür finden Sie meistens gleich direkt im eigenen Garten.

 

Das ArtYard Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!

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